Sport verändert Leben - machen Sie mit!

Shownotes

Für Menschen mit Behinderung ist Sport weit mehr als Bewegung: Er bedeutet Selbstvertrauen, Gemeinschaft, Dazugehören. Er schafft Momente, in denen täglich erlebte Grenzen verschwinden und Möglichkeiten entstehen. Doch inklusiver Sport passiert nicht einfach so. Er braucht Menschen, die unterstützen, begleiten, mitdenken und mitmachen.

"Im Leben leben" erzählt in dieser Folge "bewegte" Geschichten aus dem echten Leben, zeigt, was Sport verändern kann und lädt Sie ein, Teil davon zu werden. Diesmal mit Sylvia Schmidt, Volker Leiberger und Birgit Klaiber.

Transkript anzeigen

00:00:00: Im Leben leben, ganz Ohr für Inklusion.

00:00:05: der Podcast aus der Stiftung Scheuer.

00:00:08: Wir sprechen heute über sportliche Teilhabe und wie immens wichtig es ist sie zu fördern, zu stärken und auszubauen mit Silvia Schmidt, Birgit Kleiber und Volker Leiberger und einem Plädoyer für ihre Mitarbeit.

00:01:00: Sport ist weit mehr als Bewegung.

00:01:03: er ist Begegnung, Teilhabel Selbstbestätigung.

00:01:07: Gerade für Menschen mit Behinderung eröffnet Sportwege zur Inklusion, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und zur Steigerung der Lebensqualität – doch die Realität zeigt, dass dieser Weg noch mit vielen Hürden geplastet ist.

00:01:21: In der Stiftung Scheuern ist Sport ein wichtiger Teil des Alltages und ebenso sind es die Menschen, die mit ihm verknüpft sind wie Silvia Schmidt, deren Zombagruppe im Hintergrund gerade fleißig in der Turnhalle der Langauer Mühne trainiert.

00:01:35: Begeisterte Gesichter, tanzende Körper, verschwitzte Haare und ganz viel Freude.

00:01:41: Das ist das Ergebnis wenn Sylvia Schmidt mit ihren Schützlingen trainiert.

00:01:45: Zwei Gruppen betreut sie in der Stiftung einmal Zumba Gold eine Zumbaabwandlung im Sitzen und eine motorisch stärkere Gruppe in der im Stehen trainiert wird.

00:01:55: Sylvia schmitt eine Frau die angeblich den ganzen Rhein-Lahnkreis in ihrem Handy gespeichert hat weil sie bekannt ist wie ein bunter Hund.

00:02:03: Wie ist sie überhaupt dazu gekommen?

00:02:06: Ja, das habe ich eben auch überlegt.

00:02:08: Also es muss irgendwo vor der Corona-Zeit gewesen sein wahrscheinlich sogar noch so drei vier Jahre vor der Coronazeit wo ich einfach von der Frau Kleiber angesprochen wurde ob ich mir das vorstellen könnte dass zu machen Wobei ich dann sagen muss, ich habe überhaupt keine Erfahrung mit behinderten Menschen.

00:02:27: Ich hab aber gedacht, versuch's und da das Feedback so toll war, hab' ich mich dazu entschieden hier zu

00:02:35: machen.".

00:02:36: Was bedeutet Bewegung denn für Sie persönlich?

00:02:39: Für mich persönlich!

00:02:41: Also gerade jetzt, sag mal heute Morgen – es war alles wieder stressig, chaotisch wie das so ist mit einer Familie Und man geht immer aus einer Zumba-Stunde anders raus, wie man reingegangen ist.

00:02:54: Einfach durch diese frohe Musik, durch diese sonnige Musik die da im Kurs ist... Das ist ja nur positive Musik und das ist halt wirklich stimmungserhellend!

00:03:09: Wie laufen die einzelnen Kurse denn ab?

00:03:11: Also wir haben ein Week quasi in einer klassischen Aerobikstunde wenn man das von früher so kennt.

00:03:16: Wir haben einen Warmup.

00:03:18: Hier beim Zumba ist das drei Lieder sogar.

00:03:21: Drei Lieder, also fast zwölf, dreizehn, vierzehn Minuten Warm-up.

00:03:25: Dann kommt der Cartioteil, wo man dann ... Wo es ein bisschen heftiger zur Sache geht.

00:03:32: Dann gibt's schon einen Lied, was auf das Cool Down rausgeht.

00:03:36: Das nennt man Pre-Cooldown, der so ein bisschen der Pult runtergeht und dann kommt ein Stretching.

00:03:42: Wer nimmt denn an ihren Kurzen teil?

00:03:44: Also hier in der Stiftung Scheuern ist das wirklich querbeet.

00:03:48: Also vom Geschlecht her, vom Alter her ist es komplett unterschiedlich sowie auch in den Kursen draußen.

00:03:58: tatsächlich ist jetzt haben wir hier glücklicherweise gibt's von Zumba Fitness.

00:04:03: Zumba fitness ist wirklich auch sehr anspruchsvoll von den Choreografien her hat eine Abstaltung.

00:04:09: die nennt sich Zumba Gold.

00:04:11: Das haben wir hier und es gab dann über die Corona-Zeit noch eine Veränderung bei Sumba Gold, dass es auch Sumba gold im Sitzen gab.

00:04:22: Und das macht es natürlich auch Menschen mit Behinderung leichter den Übungen zu folgen sich körperlich zu betätigen und gemeinsam zu trainieren.

00:04:30: ein wunderbares Beispiel für Inklusion.

00:04:34: Welche positiven Veränderungen bemerken sie denn bei den teilnehmenden Froschmit?

00:04:39: Also beobachte ich auch, dass vielleicht der Tag hat nicht so gut angefangen.

00:04:45: Die Laune ist vielleicht nicht so good und dann halt durch die Stunde, durch die Musik verändert sich das wirklich sehr zum Positiven.

00:04:55: also was ich immer ganz süß und goldig finde, dass ich immer wieder hier gemälde zugesteckt bekomme oder Persönliche Sachen mitbekommen von den Teilen ist halt einfach gewachsen, auch über die Jahre hinweg.

00:05:10: Jeder erzählt mir was er am Wochenende erlebt hat und das ist für mich einfach

00:05:15: so...

00:05:16: Ja es ist einfach eine schöne Sache dass ich nicht nur hier einmal die Woche herkomme und wieder gehe sondern ja ich weiß auch sehr viel Privates.

00:05:25: Was hatte der Kurs mit ihnen persönlich

00:05:27: gemacht?

00:05:29: Sehr viel, sehr viel.

00:05:30: Ich habe zu Anfangs gesagt ich hatte gar keinen Kontakt im Umgang mit behinderten Menschen und ich sage immer Hallo.

00:05:39: Ich sage immer jedem der das noch nicht erlebt hat, der sollte das für sich als Mensch einfach mal tun.

00:05:47: Einfach Mal... zu lernen, dass man nicht die erste Geige ist.

00:05:52: Dass man sich anpassen muss und reagieren

00:05:55: muss

00:05:56: und

00:05:57: sich selbst nicht so wichtig nimmt.

00:05:59: Das finde ich immer ganz wichtig.

00:06:02: Dieses Rücksicht nehmen, das finde ich ganz

00:06:05: wichtig.".

00:06:08: Ein klares Statement und Planoille für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung.

00:06:13: Hab gedacht... Ich versuch's, sagt Silvia Schmidt und bei all der positiven Erfahrungen für sie selbst.

00:06:20: Aber vor allem für ihre Gruppen war das eine goldrichtige

00:06:24: Entscheidung.".

00:06:26: Werfen wir einen Blick auf die Möglichkeiten außerhalb der Stiftungscheuern, dann sieht die Sache direkt anders aus.

00:06:32: Denn laut dem Deutschen Behinderten-Sportverband bieten in Deutschland derzeit nur etwa sieben Prozent aller Sportvereine Angebote für Menschen mit Behinderungen an und das bei rund siebenundachtzigtausend Vereinen bundesweit.

00:06:46: Gleichzeitig treiben rund sechsundvierzig Prozent den Menschen mit Behinderung gar keinen Sport!

00:06:51: Bei Menschen ohne Behinderung liegt dieser Anteil bei etwa achtundzwanzig Prozent.

00:06:56: Die gute Nachricht, die Mitgliederzahlen im Behindertensport steigen wieder.

00:07:00: Anfang zwei vierundzwanzig zählte der Deutsche Behindertenschportverband über fünfhundert vierund zwanzigtausend Mitglieder in seinen Verbänden ein Plus von rund vierzehn tausend im Vergleich zum Vorjahr.

00:07:13: Dieser Entwicklung zeigt, es besteht Nachfrage und Interesse.

00:07:17: Aber Nachfrage allein reicht nicht!

00:07:19: Es braucht Strukturen, Angebote, Sportstätten und die Bereitschaft, Angebot inklusiv zu gestalten – und es braucht vor allem eines ganz besonders Menschen, die diese Form der Teilhabe leben.

00:07:32: Menschen, die wissen das.

00:07:34: Menschen mit Behinderung sich nicht dem bestehenden System anpassen müssen sondern dass das System so gestaltet sein muss, dass alle mitmachen können.

00:07:42: Barrierenabbau und Sportangebote transparent erreichbar und anpassbar machen Das ist das Ziel von Diplom-Sportlehrer Volker Leiberge.

00:07:50: Wenn er morgens in die Langauer Mühle kommt, wo das Mührrad so schön rauscht.

00:07:55: Dann gelangt er nicht hinein ohne dass ihm mindestens zehn Beschäftigte gegrüßt, geherzt oder mit ihm gequatscht haben.

00:08:03: Er ist beliebt keine Frage und das vor allem wegen seiner Leidenschaft, mit der er den Sport in der Stiftung nach vorne bringt seit unglaublichen achtundzwanzig Jahren Angefangen hat alles als Trainer im Sportverein, in dem bereits Menschen mit Beeinträchtigung waren die er teilweise bis zu den Paralympics gebracht hat.

00:08:22: Sie zu fördern das sei immer sein Ding gewesen sagt er.

00:08:25: Die Unterschiedlichkeit mache den Reiz aus und die Frage wie viel kann ich sportlich aus meinen Klientinnen und Klienten herausholen?

00:08:33: Die Lust an der Bewegung fördern und erreichen dass sie immer wieder kommen?

00:08:39: Aber was bedeutet Sport eigentlich für ihn persönlich und für Menschen mit Behinderung?

00:08:45: Persönlich, klar.

00:08:46: Ich mache ab dem sechste Jahr Sport.

00:08:49: Sport und Musik sind halt so meine Sachen.

00:08:52: Nach meiner Lehre bin ich Bundeswehr zur Sportförderungskompanie.

00:08:56: Also ich war da immer sehr engagiert und gut im Sport Und hab dann irgendwann gesagt, wenn ich nicht mehr aktiv sein kann, will ich halt irgendwie weitergeben.

00:09:05: Das war schon immer mein Ding gewesen und kann das auch rüber geben.

00:09:09: zu unseren Beschäftigten.

00:09:11: Da ist es eben wichtig, dass sie Spaß an der Bewegung haben.

00:09:15: Immer neue Sachen rauszufinden halten.

00:09:19: und man merkt selber an die Leute auch, da macht ihnen Spaß oder halt nicht.

00:09:22: Darum werden ja auch gefragt... Was willst du an Sport machen?

00:09:25: Wir haben eine Vielfalt von Sportarten.

00:09:28: Und dann versucht man halt wirklich, die Leute da schön zu motivieren.

00:09:32: Welche Angebote haben Sie denn?

00:09:34: Ja also ich mache insgesamt sechzehn Sportarten.

00:09:38: Das geht von Tischtennisbett mit Schwimmen.

00:09:40: Wir machen wirbelzäulogen massig, wir machen Rückenschule.

00:09:43: Wir klettern so ein bisschen und wir machen nur die Swalking.

00:09:46: Dann machen wir ganz neu jetzt Start oder dieses Kornhool.

00:09:50: Also wir sind da sehr vielfältig.

00:09:51: Wir haben eine Schwimmmannschaft, wir haben eine Leicherledig-Mannschaft.

00:09:54: Ja das ist so die Breite.

00:09:56: also insgesamt kommen wir auf sechsten verschiedene Sportarten.

00:09:58: Gibt es Sportarten, die besonders beliebt sind?

00:10:01: Ja ganz klar.

00:10:02: Ich hatte vor zwei Jahren diese Sportart-Dat hier hingenommen und hatten da noch Datscheibe besorgt.

00:10:08: Das macht Ihnen total Spaß, weil man muss auch bedenken.

00:10:11: Manche sieht das nur als Spiel aber dazu gehört noch die Scheibe bedienen.

00:10:16: Da sind die ganz stolz drauf um den zu zeigen hier du kannst da einstellen also nicht nur das Spiel sondern auch halt guck mal hier ich kann die Datscheibe halt und dann ist momentan ganz groß.

00:10:26: wir haben also insgesamt drei vier Datetunier.

00:10:29: Wir haben sogar einen Dateturnier Weil wir ja die einzigsten sind in ganz Deutschland Die ein Datetunnier ausrichten.

00:10:35: Und dann kommen über hundert Leute Einrichtungen und die kommen dann hierhin.

00:10:40: Und wir machen noch ein kleines Turnier.

00:10:43: Ja, aber wie können Sie all diese Sportarten anbieten?

00:10:48: Dann habe ich mir was ganz Besonderes einfallen lassen weil allein kann ich nicht durchführen.

00:10:54: Leute mit Handicap als Schiedsrichter ausgebildet.

00:10:57: Und dann ist jetzt ein Helfer-Team von fast über dreizehn Leuten und da bin ich ganz stolz drauf, weil die macht das ganz toll.

00:11:04: Also sie müssen zählen, die organisieren das halt quasi mit und was Schönes ist, schreibt ihr an und die sind da!

00:11:11: Das ist wirklich toll.

00:11:13: und jeder, der von außerhalb kommt, sagt so wie machst du das?

00:11:17: bisschen Stress halt, weil die wissen du musst sich richtiges verhalten.

00:11:23: Du musst ruhig bleiben und das wird hier quasi trainiert.

00:11:26: auch dieses Jahr haben wir wieder eine Fortbildung für die Schiedsrichter dass sie immer so im laufenden Stand sind oder auch verschiedene Situationen eingeblendet werden halt und die machen dann ganz toll.

00:11:36: ich muss ganz ehrlich sagen wenn die nicht wären könnte ich hier kein Turnier ausrichten.

00:11:40: Ich brauche Schiedswichter, ich brauche Leute die mir helfen und da ist wirklich ein ganz tolles Team Und die sind total stolz, gell?

00:11:49: Ein Blick in das Monitoring.

00:11:51: Zwei Tausend vierundzwanzig des Deutschen Olympischen Sportbundes zeigt dass Inklusion im Sport in Deutschland weiter voranschreitet aber noch längst nicht flächendeckend Realität ist.

00:12:01: In manchen Fachverbänden und Regionen sind inklusive Angebote inzwischen vorhanden doch der Anteil solcher Angebote variiert stark.

00:12:09: viele Verbände geben an dass lediglich in fast jedem dritten Verband bereits Inklusionsinitiativen bestehen.

00:12:16: Der Herausforderungen sind vielfältig.

00:12:18: Mangelnde Barrierefreiheit von Sportstätten zählt ebenso dazu, wie ein Mangel an qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit Erfahrung in inklusivem Training.

00:12:28: Besonders auffällig bei Menschen mit geistiger Behinderung betrage der Anteil, die regelmäßig Sport treibt nur rund acht Prozent.

00:12:36: Und beim Menschen mit körperlichen Behinderungen gebe es Studien, die ergeben dass rund fünfundfünfzig Prozent keinen Sport treiben.

00:12:43: Zusätzlich nur etwa vier Prozent der öffentlichen Sport- und Freizeitflächen in Deutschland sind inklusiv gestaltet, also mit Rampen, taktilen Leitsystem oder barrierefreien Zugängen.

00:12:54: All dies weist auf große strukturelle Defizite hin, aber auch auf Chancen für Initiativen wie unsere in der Stiftung Scheuern aktiv zu werden und Impulse zu setzen", sagt Volker Leiberger.

00:13:06: Und da spressen Sie wirklich ein ganz großes Problem an!

00:13:09: Wir haben hier so zwei Vereine die sagen Tischtennis oder Bettmittentunier, die sagen hier bei uns können er gerne mitspielen – das funktioniert auch weil klar Nassau ist hier energetisch.

00:13:21: Das Problem ist, wenn man so ein bisschen über den Tellerrand guckt, das ist schon ein Problem mit der Beförderung.

00:13:27: Wir müssen zu bisschen umdenken und dann ist es nur so wie mir geht von A nach B, die müssen begleitet werden.

00:13:31: Es gibt natürlich auch Fittere, da ist ganz klar sie können dann selbstständig.

00:13:35: aber überwiegend brauchen wir die Leute dazu.

00:13:38: Und da sind die Vereine... Die haben nicht das sehr schwer, da muss man wirklich Glück haben.

00:13:43: Es gibt einen Verein, den möchte ich auch gerne erwähnen, dass ist der Sportverein in Urmitz.

00:13:48: die machen also fünf sechs Sportarten für Leute mit einer Beeinträchtigung und die kümmert sich wirklich darum.

00:13:53: Da ist ein Musterverein, muss man sagen halt.

00:13:56: Die machen auch einmal im Jahr, machen eine ganz tolle Sportfest wo auch die Leute mit Beeintrechtigung ihre Sportart finden.

00:14:02: Da machen die acht, neun Sportarten und die können dann ausprobieren.

00:14:06: Und jetzt sagen weißt du, was hier Handball ist, Klasse oder Leischer-Lelig ist Klasse halt?

00:14:10: Aber davor gibt es viel zu wenig.

00:14:12: Aber das Problem ist wirklich wie bekomme ich die dahin?

00:14:17: Wenn wir über Sport und Inklusion reden müssen wir klar benennen Es gibt Hürden, die nicht einfach verschwinden.

00:14:24: Viele davon sind strukturell Barrierefreie Infrastruktur beispielsweise.

00:14:29: Nicht jede Sporttale hat einen stufenlosen Eingang, Rollstuhl geeignete Umkleiden oder geeigneten Wege zwischen Sportfläche und Zuschauerrängen.

00:14:38: Finanzierung und Ausstattung Es fehlt an inklusiver Sportausstattungen, Sportrollstühlen, Spezialgeräten oder Adaptionen – die kosten uns sind oft nicht durch Förderprogramme abgedeckt.

00:14:50: Die Qualifizierung von Übungsleiterinnen und Übungslitern.

00:14:53: Viele Sportlehrkräfte oder Trainer haben wenig Erfahrung mit inklusiven Training, Fortbildungen sind noch zu wenig verbreitet.

00:15:01: Dann natürlich Zeit-und Aufwand!

00:15:03: Die Vorbereitung eines Inklusiven Trainings erfordert oft mehr Planung und individuelle Anpassung was nicht jeder Trainer oder jede Trainerin leisten kann.

00:15:13: Vorurteile und Ängste Manche Sportvereine oder Trainer haben Berührungsängste oder Unsicherheiten, wie sie mit unterschiedlichen Fähigkeiten umgehen sollen.

00:15:22: Und last but not least die geringe Nachfrage sichtbar machen.

00:15:27: Wenn Menschen mit Behinderung nicht eingeladen oder nicht informiert werden bleibt die Nachfrage oft unsichtbar und Angebote erscheinen teuer oder zu wenig ausgelastet.

00:15:38: Ein bemerkenswerter Befund des Sportentwicklungsberichtes von dem Jahr-Zw.

00:15:44: zeigt, dass Engagement der Sportvereine für Menschen mit Behinderung ist gesunken.

00:15:48: Während im Jahr-zw.

00:15:50: noch bis zum Jahr-zwanzig Prozent der Vereine Angaben sich zu engagieren sind es aktuell nur noch rund dreiundzwanziger Prozent.

00:15:57: Diese kleine Abnahme verdeutlicht die Herausforderungen wachsen und es braucht aktive Gegensteuerung.

00:16:04: Deshalb ist es unerlässlich, dass in der Stiftung Scheuern interne Angebote vorhanden sind.

00:16:09: Volker Leiberger sagt, Kondition und Koordination sowie Beweglichkeit werden durch Sport viel besser – ein Problem die Regelmäßigkeit durch Krankheit oder Urlaube weswegen man immer mal wieder von vorne beginnen muss.

00:16:24: Viele Wiederholungen sind das Ziel!

00:16:26: Und?

00:16:28: Ja, psychisch muss man ganz ehrlich sagen ist das Element wohlbefindend.

00:16:32: Sehr sehr wichtig!

00:16:33: Das heißt wenn die in der Gruppe drin sind, wo es auch passt dann können sie Stress abbauen, Stressbewältigung.

00:16:40: wir gehen raus machen Nordisch Walking da könnt ich schön in der Natur ein bisschen entspannen halt.

00:16:45: Manche haben doch welche dabei gerade in der Leichheit ledig.

00:16:49: Da rennen die und danach sind die wieder ausgeglichen halt.

00:16:52: Das merkt man halt eben schon.

00:16:55: Was ist denn das Besondere für Sie?

00:16:58: Dieses Miteinander, andere Klienten kennenzulernen in verschiedene Einrichtungen.

00:17:02: Dieser Austausch und das Schöne ist halt.

00:17:05: bei uns ist noch dieser Gedanke, dieser Olympische Gedankel.

00:17:08: dabei sein ist alles klar.

00:17:10: im Wettkampf kämpfe ich, wenn die im Ziel sind die geben sich die Hände, die gratulieren und bei uns es halt eben schön kommt auch von Special Olympics.

00:17:18: jeder wird ausgezeichnet also nicht die ersten drei sondern alle Urkunde, Medaille oder so eine Mitmachschleife.

00:17:26: Und dann merkt man schon, die sind total stolz und auch dieses Miteinander.

00:17:30: Auch wenn ich zum Beispiel unsere Schiedsrichtel sehe, da gibt es diese Kraft um dir eine eigene Leute zu zeigen – guck mal hier!

00:17:37: Ich kann dir helfen.

00:17:38: Krieg ich jetzt schon ganz gut?

00:17:40: Das ist echt das Wahnsinn.

00:17:42: Ja Begegnung und Miteinander sind so wichtige Aspekte im Sport und natürlich in der Gesellschaft.

00:17:50: Haben Sie dazu auch vielleicht eine besondere Anekdote oder eine Geschichteauflager aus Ihrer langen Zeit hier in der Stiftung Scheuern?

00:18:00: Geschärft mache ich schon ziemlich lange, aber ich habe eins und mit der Frau schreibe ich immer noch.

00:18:07: Und zwar wir waren auf nationale Spiele in Garmisch Da waren Skivettkämpfe, wir waren immer langlauf.

00:18:14: Wir waren ein bisschen spät gewesen und hatten Hotel gesucht.

00:18:16: Ich hatte nichts bekommen.

00:18:17: Dann kommt ja die Anfrage nach Geizigbehinderung.

00:18:21: Ah, ne, mach mal mir zu gerne!

00:18:23: Ich hab nix gefunden.

00:18:24: und dann habe ich eine Pension gefunden.

00:18:25: Die haben gesagt, ich komme mit acht Leuten aber die haben geizige Behinderungen.

00:18:30: War eine nette Dame und er hat gesagt, ah, ich weiß es nicht.

00:18:33: Und so auf jeden Fall machen wir trotzdem.

00:18:35: Wir sind da hingefahren total nett.

00:18:37: Wir waren so ein bisschen ängstlich gewesen, zu den ersten.

00:18:41: Und am ersten Tag fing das schon an, wo die mir gesagt hat, sie müssen nicht ihre Betten machen und sagt nee, da machen die generell.

00:18:47: Dann beim Frühstück haben die ihre eigene Sache weggetan.

00:18:50: Da sagt ihr hier, das müsst ihr nicht machen!

00:18:53: Und dann hatte zugeschneit... Schneebänger habe ich noch nie gesehen, wir konnten gar nicht raus und der Mann hat gesagt von dem Hotel er musste erst noch alles freischauen.

00:19:04: was haben unsere Leute gemacht?

00:19:05: Die haben damit geholfen Die waren zu begeistert.

00:19:10: Seit dem dritten Tag haben wir ein ganz anderes Frühstück bekommen, die waren so was von dankbar.

00:19:15: und jetzt kommt der allerallerschönste.

00:19:17: Die haben nach einem halben Jahr einen Flyer neu gemacht und da stand unten darunter.

00:19:22: Leute mit einer geistigen Behinderung sind uns total willkommen!

00:19:26: Und ich habe mit der Frau heute noch Kontakt.

00:19:28: Wir wollten nochmal dahin, da waren sie aber leider besetzt, weil die Frau gesagt haben diese wirklich alle...

00:20:18: Das sind Geschichten, wie sie das Leben schreibt und wie sie Volker Leiberger sicherlich lange im Gedächtnis sein werden.

00:20:26: Doch nicht nur die Vergangenheit ist Leiberger im Sinn, auch die Zukunft ist es.

00:20:30: Ein Cornhole-Schnupperkurs, den soll es geben und seit Juni-Zweitausendfünfundzwanzig ist er im Behindertensportverband für die Förderung von Kindern und Jugendlichen in Spitzensport zuständig – immer Neues ausprobieren!

00:20:43: Und ein paar Mitstreiter wünscht der sich auch.

00:20:47: Und auch von Politik und Gesellschaft wünschen sie sich etwas sehr Konkretes.

00:20:53: Ehrenamt ist das Allerwichtigste.

00:20:54: In jedem Sportverband, egal was für ein Sportverbände wir brauchen diese Übungsleiter und wenn ich überlege die bekommen paar Euro ja die sind irgendwann nicht mehr da weil sie sagen weiß dann gehe ich hier bei irgendwo hin in der Einkaufsladen macht ihr Regale voll weil man ist heutzutage nicht nur Übung Leider durch Arbeitslosigkeit oder auch Scheidung oder sonst irgendwas die Kinder werden teilweise rausgeschmissen muss sich durch kümmern.

00:21:18: Und ich sage manchmal oder auch von mir Ich weiß manchmal mehr vor den Kindern als der Eltern.

00:21:22: Also hier muss auf jeden Fall mehr Unterstützung geben, ein bisschen mehr Gelder ausgegeben werden für den Sport.

00:21:28: Und wenn ich sehe wie gesagt, ich habe gesagt ich war letztes Jahr in Paris gewesen da sind die Bundestrainer ja über dreißig Stück die sind entlassen worden weil die Gelder nicht mehr gezahlt werden und irgendwann wären sie wieder geholt.

00:21:39: nur dieses ganze System das passt einfach nicht klar.

00:21:42: überall sind Streichungen aber gerade der Sport Ich finde unheimlich wichtig und da wird leider so ein bisschen dran geknappert.

00:21:48: also hier wirkt sich die Verstärkung an die Helfer, an die Übungsleiter oder Voluntiers wie man nennt.

00:21:54: Ja das da ein bisschen mehr noch reinfließt halten weil sie sind so wichtig.

00:22:01: Mehr Gelder für den Sport!

00:22:02: Das ist Leiberger wichtig.

00:22:04: und noch etwas sagt er auf die Frage was es braucht um diesen besonderen Job zu machen?

00:22:11: Ich muss ganz ehrlich sagen ich muss für diesen Job normalerweise nicht studiert haben.

00:22:15: entweder du kannst es oder du kannst.

00:22:24: Wir haben hier schon einige gehabt, die sich mal angeguckt haben und Praktikum gemacht haben.

00:22:28: Da siehst du einfach schon der kann für mich ein Doktortitel haben aber wenn er mit den Menschen nicht umgeht das bringt gar nichts.

00:22:35: Du musst wirklich auf die Leute eingehen.

00:22:37: Du muss dir ernst nehmen.

00:22:38: Das sind keine Tiere was weiß ich so nach dem Motto ja da sind ja Behinderende nein das sind ganz tolle leute sind halt.

00:22:44: Und das ist so wirklich die allerwichtigste Kernhalt.

00:22:49: Klar, wenn ich ein Bett gehe und überlege dann heute was hast du heute gemacht.

00:22:55: Da fehlen der Sachen ein.

00:22:57: Wenn Du Leute siehst die aus der Tonhalle lachen draus gehen.

00:23:00: Das sage ich ja.

00:23:02: Das ist unser

00:23:02: Applaus.".

00:23:06: Ja und während Volker Leiberger sich wieder seinen Klientinnen und Klienten widmet fragen wir uns, was Teilhabe eigentlich bedeutet?

00:23:15: Keine schnelle Antwort sagt Bildungskoordinatorin Birgit Kleibern Teilhabe habe eine Entwicklung und war früher eher auf eine Fürsorgeidee fokussiert.

00:23:26: Heute bedeutet es, ein Leben zu gestalten, das es jedem Menschen ermöglicht an ganz vielen Angeboten teilnehmen zu können – Teilhaber an Arbeit, an sozialen Themen, an kulturellen und eben allem was das Leben hergibt!

00:23:40: Heute stelle Teilhaber den Menschen in dem Mittelpunkt der in verschiedenen Bereichen seines Lebens Unterstützung

00:23:46: braucht.".

00:23:47: Menschen dabei zu begleiten braucht vieles, sagt Birgit Kleiber.

00:23:52: Also neben der fachlichen Qualifikation ist eigentlich das wichtigste Empathie, Geduld, Kommunikationsfähigkeit und letztendlich sich einlassen... wollen und können auf die Menschen, denen sie hier begegnen.

00:24:18: Ja Übungsleiter braucht es um den Sport in der Stiftung Scheuern lebendig zu halten.

00:24:24: was suchen Sie denn eigentlich genau?

00:24:28: Was wir dann suchen das ist einfach Vielfalt.

00:24:31: also da kann ich gar kein einzelnes Thema nennen sondern wenn einer kommt und sagt Ich kann Bukenschießen anbieten, dann sage ich ja bitte, lass uns ein Kurs ausprobieren und dann sehen wir an der Reaktion.

00:24:51: Der Klientinnen passt oder passt nicht für

00:24:55: uns.".

00:24:56: Hier wird klar die Stiftung freut sich über Trainerinnen und Trainer, Übungsleiterinnen und Übingsleiter, die offen sind für Vielfalt, die bereit sind, sich vorzubilden und gemeinsam mit der Stiftungen weiter barrieren ab.

00:25:10: bauen wollen, Optischtennis, Gruppenfitness oder kreative Bewegungsangebote jede Form der Bewegung zählt.

00:25:19: Haben Sie da noch einen besonderen Wunsch Frau Kleiber?

00:25:26: Ich wünsche mir ja zum einen Vielfalt ich wünsche mehr Offenheit für das Thema und uns auch ein bisschen Ausdauer und Geduld, damit wir vielleicht auch einfach gute Kooperationen hinkriegen können.

00:25:51: Genau hier sieht die Stiftung Scheuern eine große Chance – sie kann Modell werden mit niedrigschwelligen Angeboten, Kooperation mit Sportvereinen vor Ort und einem engagierten Netzwerk, damit Teilhabe durch Sport nicht länger Ausnahme sondern Regel wird!

00:26:08: Wenn Sport ein Schlüssel zur Teilhabe ist, dann brauchen wir gemeinsam den Mut, Türen zu öffnen.

00:26:15: Für die Stiftung Scheuern heißt das Sie suchen Menschen mit Leidenschaft und Herz und Interesse an inklusivem Sport als Übungsleiterinnen und Übungen.

00:26:25: Vielleicht sind sie das oder vielleicht kennen sie jemanden?

00:26:30: Und wenn es so sein sollte ...

00:26:32: kommt vorbei, erlebt die Freude und Begeisterung der Menschen.

00:26:38: Die hier gerne alle sportlichen Dinge mitmachen, die angeboten werden.

00:26:46: Und dein Engagement macht einen echten

00:26:48: Unterschied.".

00:26:52: Sie will in den kommenden Monaten Sportangebote ausbauen, Kooperationen mit umliegenden Städten und Gemeinden ausbaut stärker und sichtbarer im Bereich des Sportes werden.

00:27:03: In der Region, in Vereinen, in Netzwerken – und eben nicht isoliert tätig sein sondern Teil einer Bewegung für mehr Inklusion im Sport in ganz Deutschland.

00:27:14: Und dazu können auch sie einen Teil beitragen!

00:27:17: Wenn Sie Interesse haben, sportliche Teilhabe in der Stiftung Scheuern zu fördern.

00:27:22: Dann melden sie sich genau dort und vielleicht bewegen sich die Teilnehmenden dann auch schon bald zu ähnlicher Musik wie zu jener von Sylvia Schmidt und ihren Zumba-Fans.

00:27:33: Denn Inklusion geht uns alle an!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.